Narkosegasabsaugung (AGSS/AGFS) für Krankenhäuser und Anästhesiesysteme
Sichere Fortleitung überschüssiger Anästhesiegase mit leistungsfähiger Saugluftversorgung
Im Krankenhaus entstehen in Operationssälen, Aufwachräumen und weiteren Bereichen der Anästhesie während der Patientenversorgung und -behandlung überschüssige Narkosegase. Diese müssen zuverlässig und vollständig erfasst, fortgeleitet und aus dem unmittelbaren Arbeitsumfeld entfernt werden. Hier kommen Anästhesiegas-Fortleitungssysteme (AGFS) (engl.: Anaesthetic Gas Scavenging Systems, AGSS) zum Einsatz.
Die Leistungsfähigkeit eines solchen Systems hängt wesentlich von der eingesetzten Vakuumversorgung ab. Sie sorgt dafür, dass überschüssiges Anästhesiegas kontinuierlich abgesaugt und kontrolliert fortgeleitet werden. Dabei müssen Volumenstrom, Unterdruckniveau und Anzahl der angeschlossenen Entnahmestellen exakt aufeinander abgestimmt werden.
Becker bietet für ableitende Systeme der Narkosegasabsaugung öl- und berührungsfrei arbeitende Vakuumlösungen für geräteintegrierte sowie zentrale AGSS-Systeme. Mit Seitenkanalgebläsen, gasdichten Varianten der SV-Serie, Radialverdichtern und BCV-Klauenvakuumpumpen stehen verschiedene Technologien für unterschiedliche Anlagenkonzepte und Leistungsanforderungen zur Verfügung.
Im Krankenhaus entstehen in Operationssälen, Aufwachräumen und weiteren Bereichen der Anästhesie während der Patientenversorgung und -behandlung überschüssige Narkosegase. Diese müssen zuverlässig und vollständig erfasst, fortgeleitet und aus dem unmittelbaren Arbeitsumfeld entfernt werden. Hier kommen Anästhesiegas-Fortleitungssysteme (AGFS) (engl.: Anaesthetic Gas Scavenging Systems, AGSS) zum Einsatz.
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Die Leistungsfähigkeit eines solchen Systems hängt wesentlich von der eingesetzten Vakuumversorgung ab. Sie sorgt dafür, dass überschüssiges Anästhesiegas kontinuierlich abgesaugt und kontrolliert fortgeleitet werden. Dabei müssen Volumenstrom, Unterdruckniveau und Anzahl der angeschlossenen Entnahmestellen exakt aufeinander abgestimmt werden.
Becker bietet für ableitende Systeme der Narkosegasabsaugung öl- und berührungsfrei arbeitende Vakuumlösungen für geräteintegrierte sowie zentrale AGSS-Systeme. Mit Seitenkanalgebläsen, gasdichten Varianten der SV-Serie, Radialverdichtern und BCV-Klauenvakuumpumpen stehen verschiedene Technologien für unterschiedliche Anlagenkonzepte und Leistungsanforderungen zur Verfügung.
Was ist eine Narkosegasabsaugung?
Narkosegasabsaugung dient dazu, überschüssige Anästhesiegase aus Anästhesiearbeitsplätzen sicher zu erfassen und vollständig abzuleiten. Während ein Anästhesiegerät die benötigten Gase für die Patientenversorgung bereitstellt, übernimmt das AGSS die Aufgabe, nicht benötigte Restgase aus dem System und der Umgebung zu entfernen. Dadurch wird verhindert, dass überschüssige Anästhesiegase unkontrolliert in die Raumluft gelangen. Narkosegasabsaugung ist somit ein wichtiger Bestandteil moderner Anästhesieinfrastrukturen in Krankenhäusern und medizinischen Einrichtungen.
Je nach Anlagenkonzept erfolgt die Erfassung direkt am Anästhesiegerät oder über ein zentrales Rohrleitungsnetz, das mehrere Operationssäle und Behandlungsbereiche miteinander verbindet. Die eingesetzte Vakuumversorgung sorgt in beiden Fällen für eine dauerhaft zuverlässige Absaugleistung der Systeme.
Im deutschsprachigen Raum wird oft der Begriff AGFS (Anästhesiegas-Fortleitungssystem) verwendet. International hat sich die Bezeichnung AGSS (Anaesthetic Gas Scavenging System) in englischer Sprache etabliert.
Beide Begriffe beschreiben dieselbe Grundfunktion: die sichere Erfassung und Fortleitung überschüssiger Anästhesiegase.
Begriffliche Fakten auf einen Blick
- AGFS und AGSS beschreiben dieselbe technische Funktion.
- Beide Systeme dienen der Fortleitung überschüssiger Anästhesiegase.
- Die Saugluftversorgung ist ein zentraler Bestandteil jedes AGFS.
- Die Systemauslegung erfolgt anhand von Volumenstrom, Unterdruck und Anzahl der Entnahmestellen.
- Moderne Systeme können zentral oder gerätebezogen betrieben werden.
Die zuverlässige Funktion einer Narkosegasabsaugung steht und fällt mit der richtigen Auslegung der Vakuumversorgung. Oberstes Ziel ist es, jederzeit ausreichend Förderleistung bereitzustellen, um die anfallenden Anästhesiegase sicher zu erfassen. Gleichzeitig muss eine Auslegung wirtschaftlich sinnvoll und energieeffizient erfolgen.
Bei der Planung werden infolgedessen folgende Faktoren berücksichtigt:
- Anzahl der Entnahmestellen
- Gleichzeitigkeit in der Nutzung
- Leitungslängen und etwaige Druckverluste
- gewünschte Redundanz
- Anlagenarchitektur
Die erforderliche Förderleistung und der zulässige Unterdruck werden durch die Spezifikation des AGSS, die Entnahmestellen, die Rohrleitungsverluste und die Gleichzeitigkeit bestimmt. Maßgebend ist die geforderte Leistung an der ungünstigsten Entnahmestelle.
Die tatsächlichen Betriebsparameter hängen also immer vom jeweiligen Anlagenkonzept und den projektspezifischen Anforderungen ab.
Welche Vakuumtechnologie eignet sich am besten für die Narkosegasabsaugung?
Die Auswahl der richtigen Vakuumtechnologie beeinflusst die Leistungsfähigkeit, die Wartungsanforderungen und die Betriebskosten eines AGSS nachhaltig. Grundsätzlich kommen in der Narkosegasabsaugung drei Technologiekonzepte von Becker besonders häufig zum Einsatz:
SV Seitenkanalgebläse
für gerätebezogene oder dezentrale Anwendungen
BCV Klauenvakuumpumpen
für zentrale Versorgungssysteme
RV Radialverdichter
als noch effizientere Alternative zum Seitenkanalgebläse
SV-Seitenkanalgebläse für AGSS-Anwendungen
Für viele Anästhesiearbeitsplätze werden Seitenkanalgebläse als Saugluftversorgung eingesetzt.
Die SV-Serie von Becker ist kompakt gebaut und arbeitet berührungslos. Innerhalb der Verdichtungskammer entstehen keine Kontakte zwischen den beweglichen Komponenten. Dadurch werden Verschleiß und Wartungsaufwand deutlich reduziert. Die Seitenkanal-Technologie eignet sich besonders für Anwendungen mit kontinuierlichem Betrieb und konstantem Förderbedarf.
SV-Seitenkanalgebläse für AGSS-Anwendungen
Für viele Anästhesiearbeitsplätze werden Seitenkanalgebläse als Saugluftversorgung eingesetzt.
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Die SV-Serie von Becker ist kompakt gebaut und arbeitet berührungslos. Innerhalb der Verdichtungskammer entstehen keine Kontakte zwischen den beweglichen Komponenten. Dadurch werden Verschleiß und Wartungsaufwand deutlich reduziert. Die Seitenkanal-Technologie eignet sich besonders für Anwendungen mit kontinuierlichem Betrieb und konstantem Förderbedarf.
Vorteile der SV-Serie:
| ✓ | Öl- und berührungsfreie Verdichtung | |
| ✓ | Stabile kennlinienabhängige Förderleistung | |
| ✓ | Geringer Wartungsaufwand | |
| ✓ | Hohe Zuverlässigkeit im Dauerbetrieb | |
| ✓ | Kompakte Einbaumöglichkeiten | |
| ✓ | Ideal geeignet für OEM-Anwendungen |
Typische Einsatzbereiche:
- Anästhesiegeräte
- Einzelne OP-Arbeitsplätze
- Dezentrale AGSS-Systeme
- Medizintechnische OEM-Anwendungen
Gasdichte Seitenkanalgebläse in der Fortleitung von Anästhesiegasen
Bei der Fortleitung von Anästhesiegasen können je nach Anwendung erhöhte Anforderungen an die Dichtheit der verwendeten Komponenten bestehen. Hierfür stehen bei Becker gasdichte Varianten der SV-Serie zur Verfügung. Diese Ausführungen wurden für Anwendungen entwickelt, bei denen Prozessgase kontrolliert gefördert werden müssen und gleichzeitig Leckagen minimiert werden sollen.
Insbesondere bei der Fortleitung von Anästhesiegasen kann ein gasdichtes Gebläsekonzept einen wichtigen Beitrag zur funktionalen Anlagenkonzeption leisten.
Vorteile gasdichter Varianten in der Vakuumerzeugung:
- Minimierung potenzieller Leckagepfade
- Sichere Förderung von Prozessgasen
- Geeignet für erhöhte Dichtheitsanforderungen
- Integration in bestehende Systemarchitekturen
Einstufige Seitenkanalgebläse
Zweistufige Seitenkanalgebläse
BCV-Klauenvakuumpumpen für zentrale AGFS-Systeme
In größeren Krankenhäusern werden häufig mehrere Operationssäle und Anästhesiearbeitsplätze über ein gemeinsames Versorgungssystem versorgt. Für solche zentralen Anlagen kommen häufig öl- und berührungsfrei arbeitende Klauen-Vakuumpumpen zum Einsatz. Die BCV-Serie von Becker arbeitet mit berührungslos laufenden Klauenrotoren. Sie arbeiten im Betrieb berührungsfrei, sodass im Verdichtungsraum kein betriebsbedingter Kontaktverschleiß zwischen den Rotoren entsteht.
Diese Technologie eignet sich insbesondere für Systeme mit mehreren Entnahmestellen und hohen Anforderungen an Verfügbarkeit und Energieeffizienz.
BCV-Klauenvakuumpumpen für zentrale AGFS-Systeme
In größeren Krankenhäusern werden häufig mehrere Operationssäle und Anästhesiearbeitsplätze über ein gemeinsames Versorgungssystem versorgt.
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Für solche zentralen Anlagen kommen häufig öl- und berührungsfrei arbeitende Klauen-Vakuumpumpen zum Einsatz. Die BCV-Serie von Becker arbeitet mit berührungslos laufenden Klauenrotoren. Sie arbeiten im Betrieb berührungsfrei, sodass im Verdichtungsraum kein betriebsbedingter Kontaktverschleiß zwischen den Rotoren entsteht.
Diese Technologie eignet sich insbesondere für Systeme mit mehreren Entnahmestellen und hohen Anforderungen an Verfügbarkeit und Energieeffizienz.
Vorteile der BCV-Technologie:
| ✓ | Öl- und berührungsfreie Verdichtung | |
| ✓ | Hohe Energieeffizienz | |
| ✓ | Geeignet für Dauerbetrieb | |
| ✓ | Wartungsarme Technologie | |
| ✓ | Skalierbare Anlagenkonzepte | |
| ✓ | Einbindung in redundante Systeme |
Typische Einsatzbereiche:
- Zentrale AGFS-Anlagen
- Mehrere OP-Säle
- Kliniken mit hohen Verfügbarkeitsanforderungen
- Erweiterbare Vakuumsysteme
RV-Radialverdichter für effiziente AGSS-Anwendungen
Radialverdichter fördern das Gas berührungsfrei über ein schnelllaufendes Laufrad und eignen sich für AGSS-Anwendungen mit kontinuierlichem Betrieb und hohem Volumenstrombedarf. Die RV-Serie von Becker verbindet eine kompakte Bauweise mit einem sehr effizienten Betrieb im vorgesehenen Kennfeld.
Die Technologie kann sowohl gerätenah als auch in zentralen Systemkonzepten eingesetzt werden, sofern Volumenstrom, Unterdruck und Betriebspunkt zur Anwendung passen. Dadurch stellt sie insbesondere bei energieeffizienzorientierten Anlagenkonzepten eine leistungsfähige Alternative zum Seitenkanalgebläse dar.
RV-Radialverdichter für effiziente AGSS-Anwendungen
Radialverdichter fördern das Gas berührungsfrei über ein schnelllaufendes Laufrad und eignen sich für AGSS-Anwendungen mit kontinuierlichem Betrieb und hohem Volumenstrombedarf.
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Die RV-Serie von Becker verbindet eine kompakte Bauweise mit einem sehr effizienten Betrieb im vorgesehenen Kennfeld.
Die Technologie kann sowohl gerätenah als auch in zentralen Systemkonzepten eingesetzt werden, sofern Volumenstrom, Unterdruck und Betriebspunkt zur Anwendung passen. Dadurch stellt sie insbesondere bei energieeffizienzorientierten Anlagenkonzepten eine leistungsfähige Alternative zum Seitenkanalgebläse dar.
Vorteile der RV-Technologie:
| ✓ | Öl- und berührungsfreie Verdichtung | |
| ✓ | Hohe Effizienz im ausgelegten Betriebspunkt | |
| ✓ | Geeignet für kontinuierlichen Betrieb | |
| ✓ | Geringer Wartungsaufwand | |
| ✓ | Kompakte Integration | |
| ✓ | Drehzahlgeregelte Anpassung an den Bedarf möglich |
Typische Einsatzbereiche:
- Gerätebezogene und dezentrale AGSS-Systeme
- Zentrale AGSS-Anlagen mit passendem Betriebspunkt
- Anwendungen mit kontinuierlichem Volumenstrombedarf
- Energieeffizienzorientierte medizintechnische OEM-Lösungen
Zentrale und dezentrale Systemarchitekturen
Bei dezentralen Systemen befindet sich der Vakuumerzeuger nahe an der Entnahmestelle oder ist direkt in die Geräteeinheit integriert. Zentrale Systeme verbinden mehrere Entnahmestellen über ein gemeinsames Rohrleitungsnetz mit einem zentralen Leistungsgerät. Welche Architektur geeignet ist, hängt von den projektspezifischen Anforderungen an Integration, Infrastruktur, Verfügbarkeit und Betrieb ab.
Technische Beratung für Narkosegasabsaugung und AGSS-Systeme
Ob geräteintegriertes AGSS, dezentrale Saugluftversorgung oder zentrale AGSS-Anlage für mehrere Operationssäle: Die richtige Auslegung entscheidet über Effizienz, Verfügbarkeit und langfristige Betriebskosten der Anlage.
Becker unterstützt Hersteller von Anästhesietechnik, Anlagenbauer und Krankenhausplaner bei der Auswahl der geeigneten Vakuumtechnologie, der Dimensionierung von Saugluftsystemen sowie bei der Integration von Vakuumpumpen verschiedener Wirkprinzipien in moderne AGSS-Anwendungen.
Sie planen eine neues Narkosegasabsaugungssystem oder möchten ein bestehendes AGSS-System erweitern?
Kontaktieren Sie unsere Experten für die technische Auslegung Ihrer Anwendung.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
AGFS steht für Anästhesiegas-Fortleitungssystem. Ein solches System erfasst überschüssige Narkosegase und führt sie kontrolliert aus einem Anästhesiesystem ab.
AGSS steht für Anaesthetic Gas Scavenging System und ist die international gebräuchliche Bezeichnung (en) für ein Anästhesiegas-Fortleitungssystem.
Der benötigte Volumenstrom hängt von den Anforderungen an den Entnahmestellen ab. Die genaue Auslegung erfolgt projektbezogen.
Die Auswahl des richtigen Wirkprinzips hängt stark von den Anforderungen ab. Typischerweise werden Seitenkanalgebläse, Klauenvakuumpumpen oder Radialverdichter verwendet.
Gasdichte Varianten kommen insbesondere dann zum Einsatz, wenn erhöhte Anforderungen an die sichere Förderung und Fortleitung von Prozessgasen bestehen.
Für die technische Auslegung werden unter anderem folgende Informationen benötigt:
- Anzahl der Entnahmestellen
- Gleichzeitigkeit der Nutzung
- Gewünschte Systemarchitektur
- Rohrleitungslängen
- Betriebsparameter des Anästhesiesystems
- Anforderungen an Redundanz und Verfügbarkeit
Für Becker sind zunächst das benötigte Vakuumlevel, sowie der geforderte Volumenstrom entscheidend. Weitere Anforderungen wie eventuelle Gasdichtigkeit, Drehzahlregelung der Geräte und das gewünschte Wirkprinzip werden üblicherweise in einem ersten Gespräch diskutiert.
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